Kastration Kätzin O Kastration Kater
Um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern werden Kätzinnen kastriert (unfruchtbar gemacht). Dabei werden ihnen unter Vollnarkose beide Eierstöcke entfernt. Die Gebärmutter wird belassen, sofern sie bei der Operation nicht als krankhaft verändert erscheint.
Die Kastration hat mehrere Vorteile:
- kein Zuwachs ungewollter Kätzchen, für die man kein gutes Zuhause findet
- keine Rolligkeitssymptome
- keine oder deutlich weniger übelriechende Markierungen
- geringeres Bedürfnis herum zu streunen
- weniger Aggressionen
- stärkere Menschenbezogenheit
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kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumoren oder Gebärmutterentzündungen
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deutlich geringeres Risiko der Infektion mit FeLV (=Leukose) oder FIV (=Immunschwäche) durch den Wegfall von Paarungsbissen und Katzenkämpfen
- doppelt so hohe Lebenserwartung
- Geburtenverminderung bei Katzen ist auch Vogelschutz
Die Kastration ist nicht schuld, wenn ihre Katze dick wird. Jedes Tier wird bei falscher Ernährung dick. Bei einer ausgewogenen Ernährung - angepasst an das Temperament, Stoffwechsel und Bewegungsdrang - bleibt ihre Katze auch nach der Kastration schlank. Katzen mit Auslauf bleiben weiterhin gute Mäusefänger, falls sie schon vorher einen ausgeprägten Jagdtrieb hatten.
Wann soll die Kätzin kastriert werden?
Katzen werden in der Regel ab einem Alter von ca. 6 Monaten kastriert. Neuerdings werden Frühkastrationen ab 3 Monaten empfohlen. In ausgedehnten Studien konnten dabei keine Nachteile gefunden werden. Auch das Kastrieren einer trächtigen Katze ist im Frühstadium noch möglich. Falls jemand eine Katzengeburt miterleben will, kann das Tier ca. 10 Wochen nach dem Gebären operiert werden.
Gibt es Alternativen?
Falls jemand nur eine vorübergehende Geburtenregelung wünscht, ist der Einsatz von Hormontabletten (in der Regel 1 Tablette wöchentlich) eine Alternative zur Kastration.
Kastration Kater O Kastration Kätzin
Warum sollte ein Kater kastriert werden?
Geschlechtsreife Tiere markieren ihr Territorium durch Harnspritzen an verschiedenen Stellen. Wenn sie dies im Haus machen, stört der ekelhaft penetrante Geruch. Ungeschnittene Kater sind oft tagelang unterwegs, wenn rollige Weibchen ihnen den Kopf verdrehen. Dabei kommt es nicht selten zu blutigen Auseinandersetzungen mit Rivalen. Eiterbeulen und Blutvergiftungen mit Fieber sind oft die Folge davon.
Gibt es auch Nachteile?
Es sind praktisch keine Nachteile bekannt. Oft wird die Gewichtszunahme nach der Operation nur der Kastration unterstellt. Mit einer angepassten Fütterung je nach Alter, Temperament und Bewegung kann das Gewicht jedoch günstig beeinflusst werden. Auch kastrierte Kater bleiben gute Mäusefänger. Die Lebenserwartung ist deutlich höher als bei unkastrierten Tieren (Verkehrsunfälle, Revierkämpfe, Infektionen etc.).
Harnsteine treten bei kastrierten Katern etwas häufiger auf als bei unkastrierten Tieren.
Wann sollte ein Kater kastriert werden?
Kater können ab ca. 5 Monaten kastriert werden, meistens jedoch bevor sie beginnen ihr Territorium zu markieren. Auch ältere Tiere können problemlos noch operiert werden.
Was wird bei der Kastration gemacht?
Bei der Kastration des Katers werden beide Hoden (Keimdrüsen) unter Vollnarkose entfernt. Die Wunde wird offen gelassen, damit Wundsekret ungehindert abfliessen kann und heilt innert weniger Tage ab.
Die modernen Narkosemittel haben ein geringes Risiko eines Zwischenfalls, trotzdem sollten gewisse Vorsichtsmassnahmen vor und nach der Operation beachtet werden:
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die Katze muss gesund sein
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mindestens 12 Stunden vor der Operation kein Futter verabreichen
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Wasser kann noch zur Verfügung stehen
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nach der Operation an einem warmen Platz ausschlafen lassen
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(kein erhöhter Liegeplatz)
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Kater erst nach draussen lassen, wenn er ganz von der Narkose aufgewacht ist
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auch erst dann wieder füttern
Sollte die Wunde eitern oder die Katze nach der Aufwachphase nicht munter sein, müssen sie sich beim Tierarzt melden.
Meistens wird ihr Kater durch die Kastration anhänglicher und häuslicher und ist weniger Gefahren ausgesetzt.